Großeinsatz von Polizei und Rettungsdiensten in Ostvorpommern

Anklam / Landkreis Ostvorpommern löste Katastrophenalarm aus – Polizei appelliert an Bürger, auf Autofahrten zu verzichten

Der Landkreis Ostvorpommern hat am Sonntagmorgen (05:05 Uhr) für den Landkreis Ostvorpommern den Katastrophenalarm ausgerufen und koordiniert von Gützkow aus den Rettungseinsatz.

Insbesondere seit Samstagnachmittag verschlechterten sich die Witterungs- und Straßenverhältnisse im Landkreis zusehends. In den Abend- und Nachtstunden blieben trotz ständiger Bemühungen des Winterdienste, die Straßen freizuhalten, Fahrzeuge in Schneewehen, die stellenweise bis zu fast 2m hoch wurden, stecken. Betroffen waren mehrere Abschnitte der Bundesstraßen (109,110, 111) sowie der Land- und Kreisstraßen rund um Anklam, Gützkow und Wolgast. Manche Fahrzeuginsassen mussten bis zu zwei Stunden ausharren, um aus ihrer Lage befreit zu werden. Einige Kraftfahrer ließen ihre im Schnee feststeckenden Autos auch einfach stehen und begaben sich nach Hause.

In der Nacht kam der Fahrzeugverkehr auf der A 20 zwischen Jarmen und Gützkow völlig zum Erliegen. Bis zu 30 Fahrzeuge, Pkws, ein Bus und mehrere Lkw lagen bis zu zehn Stunden fest. Schwere Räumtechnik gelangte jetzt vor Ort und bemüht sich, die Begleitung bis zur Autobahnabfahrt Greifswald zu realisieren.

Ein Reisezug kam am Sonntagmorgen, kurz nach 05:00 Uhr, auf der Strecke Berlin – Stralsund in Höhe Bagischow bei Anklam nicht mehr weiter. Kräfte der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr unterstützten die Einsatzkräfte, so dass die 14 Reisenden kurz nach 10:00 Uhr aus dem Zug geholt und vorerst im Anklamer Rathaus untergebracht werden konnten. Über 110 eingeschneite und befreite Autoreisende kamen u. a. in einer Sporthalle bzw. in das Schullandheim in Gützkow unter.

Zahlreiche Ortschaften sind im Landkreis Ostvorpommern zurzeit nicht erreichbar.

Der Winterdienst bemüht sich, die Bundesstraßen B 109, 110 und 111 befahrbar zu halten. Mit Sperrungen muss immer wieder gerechnet werden. Als Schwerpunkt stellt sich immer noch der Raum um Gützkow dar. Von Fahrten aus Greifswald, Jarmen oder Züssow wird dringen abgeraten.

Die Polizei appelliert dringend an alle Bürger, auf nicht dringend erforderliche Reisen mit dem Auto zu verzichten. So musste die Polizei feststellen, dass trotz mehrfacher Verkehrswarnmeldungen Kraftfahrer dennoch auf die lahmgelegte Autobahn bei Gützkow fuhren und sich ohne Not in eine Gefahrensituation begaben. Auch einer jungen Frau musste nahe Gützkow geholfen werden, die mit ihrem sechs Wochen altem Baby stecken blieb.

Pressemitteilung Nr. ANK-1ß12-01/2010 – 10.01.2010 – PD Anklam – Polizeidirektion Anklam

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